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Selbst wenn Frankreich nur einen Katzensprung entfernt ist, erinnert die örtliche Küche doch eher an England – vom ham & egg-Frühstück über den Ploughman’s Lunch mit Brot und Käse in einem Pub oder fish & chips vom Imbissstand bis hin zum afternoon-tea wird alles angeboten.
Nebst den Hotelrestaurants hat man die Wahl zwischen portugiesischen, italienischen, indischen und chinesischen Lokalen. Natürlich gibt es auch gallische Einflüsse – die französische Haute Cuisine wird vor allem in den Hotels gepflegt, und die Bäckereien sind voll mit Croissants und Baguettes.
An erster Stelle auf der Speisekarte stehen natürlich die – nicht billigen – Fische und Meeresfrüchte. Der Tagesfang wird meist auf Tafeln vor der Tür angepriesen – dazu gehören Muscheln, Hummer, Krabben, Seebarsch und Scholle. Von November bis April findet man beim Fischhändler und in einigen Restaurants die begehrten ormers (Französisch oreille de mer genannt), besonders grosse einheimische Seeohr-Muscheln.
Ende Frühjahr kommen die berühmten Frühkartoffeln Jersey Royals auf den Tisch. Sie gedeihen unter Plastikplanen, die weite Teile der Insel bedecken. Nichts ist vergleichbar mit dem Geschmack der ersten frischen Pellkartoffeln – natürlich mit reichlich Jersey-Butter serviert.
Achten Sie für einmal nicht auf die Kalorien und probieren Sie unbedingt die dicke, gelbe Sahne aus der Milch der Jersey- und Guernsey-Kühe. Sie schmeckt köstlich mit duftenden Erdbeeren, die fast das ganze Jahr über in Gewächshäusern gedeihen. An Gebäck sollten Sie den Jersey Wonder versuchen, eine Art Doppelkringel, süsse, in Milch gegarte Teigklösschen, und Guernsey gâche, einen leckeren Früchtekuchen.
Die Brauereinen Jersey’s und Guernsey’s stellen vorzügliches Bier her, das in den örtlichen Pubs rund einen Drittel weniger kostet als in England. Daneben gibt es auch Lagerbier vom Kontinent, sowie preiswerte Weine und Spirituosen aus aller Welt.
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